Corona Virus Pandemie

 

Die Lage in Deutschland

Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland stellt das COVID-19-Dashboard (https://corona.rki.de) bereit.

 

Aktuelle Entwicklungen

   Erweiterte Maßnahmen in Deutschland (23.03.2020)

   Grenzschließungen in Deutschland und Europa (17.03.2020)

   Maßnahmen in Deutschland (17.03.2020)

   Verschärfte Einreisebestimmungen (13.03.2020)

   Erklärung der WHO (16.03.2020)

   Aktualisierte Richtlinien (11.03.2020)

   Aktualisierte Merkblätter (Auswärtiges Amt, WHO und RKI) (16.03.2020)

   Aktuelle Fallzahlen (26.03.2020)

   Aktualisierte Risikobewertung (05.03.2020)

       Verlauf und Letalität

       Ansteckungsrisiko und Schutzmaßnahmen

   Aktuelle Reise- und allgemeine Hinweise

       Weltweit (17.03.2020)

       Ägypten (24.03.2020)

       USA (24.03.20)

       Italien (24.03.2020)

       China (16.03.2020)

       Südkorea (05.03.2020)

       Iran (05.03.2020)

       Hinweise für Rückkehrer aus Risikogebieten und Kontaktpersonen von Infizierten (26.03.2020)

       Internationale Messen und Großveranstaltungen (24.02.2020)

Allgemeine Informationen

   Ansteckungsrisiko

   Selfcare-Maßnahmen – Was tun, um eine Ansteckung zu verhindern?

   Test und Meldewesen

   Weltkarte mit aktuellen Fallzahlen

   Was tun bei Verdacht auf eine Ansteckung?

   Evakuierung/Repatriierung von Patienten aus China (allgemein – unabhängig von Corona)

   Evakuierung/Repatriierung von Patienten aus China (allgemein – unabhängig von Corona)

   Risikoeinschätzung

   Kontakt:

Chronik

   Quarantäne-Maßnahmen bei China-Reisen werden strenger (19.02.2020)

   Reiseeinschränkungen nach Aufenthalten in China (18.02.2020)

   Fallzahlen in Italien sprunghaft angestiegen (15.02.2020)

   Fallzahlen in Südkorea sprunghaft angestiegen (14.02.2020)

   Fallzahlen in China sprunghaft angestiegen (13.02.2020)

   Hinweis zum Schnelltest und Meldewesen (11.02.2020)

   Verstärkte Einreisekontrollen (11.02.2020)

   Therapie und Impfstoffentwicklung (06.02.2020)

Aktuelle Entwicklungen

Erweiterte Maßnahmen in Deutschland (23.03.2020)

Am 22. März ist von Bund und Ländern eine Erweiterung der Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beschlossen worden. Die neuen Maßnahmen gelten seit dem 23. März. Vorgesehen sind folgende Punkte:

  • I. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • II. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  • III. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  • IV. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
  • V. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen gelten angesichts der ernsten Lage als inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.
  • VI. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • VII. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  • VIII. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr sollen Hygienevorschriften eingehalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umgesetzt werden.

Die Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben. Weitergehende Regelungen aufgrund von regionalen Besonderheiten oder epidemiologischen Lagen in den Ländern oder Landkreisen bleiben möglich.

Grenzschließungen in Deutschland und Europa (17.03.2020)

Am 16.03. hat das Bundesinnenministerium (BMI) vorübergehende Grenzkontrollen angeordnet. Diese werden an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark stattfinden. Deutsche Staatsangehörige, Personen mit Aufenthaltsstatus sowie erstem Wohnsitz in Deutschland dürfen nach wie vor nach Deutschland einreisen. Der grenzüberschreitende Verkehr von Waren sowie von Berufspendlern bleibt gewährleistet.

Zusätzlich zu Deutschland und vielen anderen Staaten wird auch die Europäische Union ab dem 17.03. alle ihre Außengrenzen schließen. Reisen zwischen EU-Staaten und anderen Ländern werden für 30 Tage ausgesetzt. Ausnahmen soll es für Bürger mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung für die EU geben. Ebenso für Angehörige von EU-Bürgern, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten sowie für Menschen, die wichtige Güter transportieren und Pendler, die in der EU arbeiten.

Maßnahmen in Deutschland (17.03.2020)

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, sind in Deutschland folgende infektionsschützende Maßnahmen beschlossen worden:

  • Schließung von Kitas, Schulen und Hochschulen
  • Betriebsverbot von Gaststätten mit der Ausnahme von Speisegaststätten, bei denen ausreichend Abstand zwischen den Plätzen gewährleistet ist
  • Verbot größerer Veranstaltungen
  • Verbot bzw. Einschränkung von Besuchen in Krankenhäusern, Dialyse-Einrichtungen, Tageskliniken, Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
  • Betriebsverbot folgender Einrichtungen: Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater, Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen, Kinos, Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen, Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen, Volkshochschulen und Jugendhäuser, öffentliche Bibliotheken, Vergnügungsstätten sowie Prostitutionsstätten.

Verschärfte Einreisebestimmungen (13.03.2020)

Immer mehr Länder auf der ganzen Welt verschärfen ihre Einreisebestimmungen oder verhängen komplette Einreisestopps. Davon betroffen sind meist Reisende mit vorherigem Aufenthalt in einem Land mit einer hohen Fallzahl an CARS-CoV2. Einige Länder bringen Einreisende zudem in Quarantäne unter, auch unabhängig von vorherigem Aufenthalt oder klinischem Status.

Ob und inwiefern Sie betroffen sind, erfahren Sie aktuell über das Auswärtige Amt Ihres Herkunftslandes oder bei den Botschaften und Einreisebehörden Ihres Ziellandes. Auch die durchführende Fluggesellschaft oder das Reiseunternehmen kann Sie mit Informationen versorgen.

Erklärung der WHO (16.03.2020)

Am 11.03.2020 stufte die WHO den multinationalen COVID-19-Ausbruch erstmals als Pandemie ein. Den aktuellen Situation Report der WHO finden Sie hier.

Aktualisierte Richtlinien (11.03.2020)

Das RKI hat seine Richtlinien und Empfehlungen für Ärzte und Gesundheitsämter zur Nachverfolgung und Behandlung von Kontaktpersonen aktualisiert, präzisiert und strukturiert. Demnach könnte eine Isolierung oder Quarantäne in der eigenen Wohnung angeordnet oder empfohlen werden.

Aktualisierte Merkblätter (Auswärtiges Amt, WHO und RKI) (16.03.2020)

Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert Koch-Instituts RKI sowie dessen Risikobewertung. Sowohl für die Entwicklung der Fallzahlen weltweit wie für Deutschland gibt es Karten.

Aufgrund der derzeit sehr dynamischen internationalen Seuchenlage empfehlen wir, den aktuellsten Stand der Einreisehinweise zu Ihrem Reiseland den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts zu entnehmen.

Aktuelle Fallzahlen (26.03.2020)

Weltweit wurden 472.037 Infektionen mit 21.302 Todesfällen registriert. Derzeit (26. März, 07:18 GMT, Quelle: worldometers.info) seien 336.021 Personen infiziert, 96% der Patienten zeigen milde Krankheitszeichen, während 4% sich in einem ernsten oder kritischen Gesundheitszustand befinden. Außerhalb Festland-Chinas wurden bislang 390.752 Infektionen in 198 Staaten gezählt.

Die folgenden Länder/ Regionen registrierten bereits Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (Zahl d. Fälle / Todesfälle): Italien (74.386/7.503), USA (68.489/1.032), Spanien (49.515/3.647), Deutschland (37.323/206), Iran (27.017/2.077), Frankreich (25.233/1.331), Schweiz (10.897/153), Großbritannien (9.529/ 465), Südkorea (9.241/131), Niederlande (6.412/356), Österreich (5,588/34), Belgien (4.937/178), Kanada (3.409/36), Norwegen (3.100/14), Portugal (2.995/43), Australien (2.799/12), Brasilien (2.554/59), Schweden (2.526/62) … WEITERE. (26. März, 07:18 GMT, Quelle: worldometers.info)

In Deutschland werden weitere Neuinfektionen nachgewiesen, Fälle fanden sich in Baden-Württemberg (7.238/56), Bayern (7.993/47), Berlin (1.656/4), Brandenburg (477/1), Bremen (211/1), Hamburg (1.265), Hessen (2.167/6), Mecklenburg-Vorpommern (244), Niedersachsen (2.347/8), Nordrhein-Westfalen (7.924/53), Rheinland-Pfalz (1.816/6), Saarland (433/2), Sachsen (1.141/7), Sachsen-Anhalt (418/1), Schleswig-Holstein (675/3), Thüringen (468/3). Der Landkreis Heinsberg (NRW) wurde als besonders betroffenes Gebiet eingestuft. (Quelle: Robert Koch-Institut, 26.03.2020, 09:35 Uhr)

Medienberichten zufolge seien in China 81.285 bestätigte Fälle der Erkrankung mit 3.287 Todesfällen registriert worden. Die Zahl der schweren/kritischen Krankheitsverläufe liegt aktuell bei 1.235, die Zahl der Geheilten bei 74.051. Zum Vergleich: Bis zum 25. Januar 2020 waren es landesweit noch 1.975 bestätigte Fälle aus insgesamt 30 von 33 Provinzen Chinas, darunter 324 schwere Erkrankungen und 56 Todesfälle. (ProMED 27.01.) In Hongkong gab es bisher 411 Fälle mit vier Todesfällen. In Macau wurden 31 Erkrankte gemeldet.

Aktuelle Risikobewertung (05.03.2020)

Verlauf und Letalität

Aktuelle Daten legen nahe, dass rund rund 83% der symptomatischen Infektionen leicht verlaufen, während die Erkrankung bei rund 17% einen schweren bis kritischen Verlauf nimmt. Die Sterblichkeit scheint zwischen 2 und 3,4 Prozent zu liegen, dürfte jedoch aufgrund zahlreicher unauffälliger undokumentierter Infektionen tatsächlich eher im Bereich von 0,3 bis 0,7 Prozent liegen.

Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen, insbesondere der Atemwege und des Immunsystems. Das Risiko, an der Infektion zu sterben, steigt ab einem Alter von 50 deutlich an. Am stärksten gefährdet sind Menschen ab 80 Jahren mit einer Sterblichkeitsrate von 14,8 %. Auch das Geschlecht scheint eine Rolle zu spielen: Während die Sterblichkeitsrate bei Männern bei 2,8 Prozent liegt, liegt sie bei Frauen nur bei 1,7 %.

Bei Säuglingen und Kindern scheint die Erkrankung in der Regel milder zu verlaufen. Übertragungen von infizierten Schwangeren auf das ungeborene Kind scheinen möglich, sind aber bis jetzt noch kaum untersucht, eine Einschätzung ist daher noch nicht möglich.

Ansteckungsrisiko und Schutzmaßnahmen

Das neuartige Coronavirus ist deutlich weniger kontagiös als das Masernvirus, scheint aber ähnlich leicht übertragbar zu sein wie Influenzaviren. Mutmaßlich ist SARS-CoV-2 sogar kontagiöser als der SARS-Erreger von 2002/2003.

Coronaviren können, nach aktueller Einschätzung von Forschern der Universitäten Greifswald und Bochum, bis zu neun Tagen auf Oberflächen bei Raumtemperatur überleben. Die Erreger reagieren jedoch sensibel auf zahlreiche Desinfektionsmitteln. Besonders geeignet für die Oberflächendesinfektion seien Ethanol (62-71 Vol%), Wasserstoffperoxid (0,5%) und Natriumhypochlorit. Damit könne bei einer Einwirkzeit von nur einer Minute eine ausreichende Wirkung erzielt werden. (Journal of Hospital Infection 2020)

Am wichtigsten ist die persönliche Hygiene, insbesondere regelmäßiges und richtiges Händewaschen. Empfohlen wird auch das Vermeiden von Kontakten mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden. Sehr flüchtige Kontakte gelten als wenig riskant, im Allgemeinen sind "Face-to-Face-Kontakte" von mindestens 15 Minuten für eine direkte Ansteckung erforderlich.

Aktuelle Reisehinweise und allgemeine Hinweise

Weltweit (17.03.2020)

Am 17.03. hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Somit wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland gewarnt. Es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im Luft- und Reiseverkehr, mit weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen.

Ägypten (24.03.20)

Am 21.03.2020 hat das Robert Koch Institut ganz Ägypten zum Risikogebiet erklärt.

Hinweise des Auswärtigen Amtes:
Im Zuge der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 hat Ägypten angekündigt, alle Flughäfen im Land ab dem 19. März 2020 zu schließen. Leere Flugzeuge zur Abholung von Reisenden dürfen noch bis zum Monatsende landen.

Im Land steigt die Anzahl infizierter Personen, auch deutscher Staatsangehöriger. Es gab bereits Todesopfer. Der Aufenthalt in größeren Gruppen, insbesondere auf engem Raum, etwa bei Kreuzschifffahrten bedeutet ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die ägyptischen Behörden haben Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen sowie, auch zwangsweise, Quarantänemaßnahmen verstärkt. Zwangsweise Quarantäne erfolgt auch in ägyptischen staatlichen Einrichtungen, die deutlich unterhalb der deutschen Standards liegen.

  • Von nicht erforderlichen Reisen nach Ägypten wird derzeit abgeraten.
  • Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und falls im Land, kontaktieren Sie Ihren Reiseveranstalter bzw. Ihre Fluggesellschaft. Prüfen Sie auch alternative Ausreisemöglichkeiten über Drittstaaten.
  • Meiden Sie Zentren des Tourismus, insbesondere Nilkreuzfahrten und Badeorte wie Hurghada, da dort eine erhebliche Infektionsgefahr herrscht.
  • Rechnen Sie beim Auftreten von Krankheitssymptomen oder Aufenthalt in der Umgebung eines Erkrankten mit zwangsweisen Quarantänemaßnahmen.
  • Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 / Coronavirus.

USA (24.03.20)

Ab Samstag, 14. März 2020, dürfen Menschen, die sich in den letzten 14 Tagen vor der Reise im Schengen-Raum aufgehalten haben, für zunächst 30 Tage nicht mehr in die USA einreisen. Dies betrifft also im Wesentlichen die EU und Großbritannien, nicht aber die Balkanstaaten, Rumänien, Bulgarien und weitere. Bestimmte Personengruppen sind von der Regelung ausgenommen, allen voran US-Bürger und deren direkte Familienangehörige sowie Menschen mit ständigem Wohnsitz in den USA. Zudem bestehen schon Reiseeinschränkungen in die USA aus China, Hongkong, Macau und Iran.

In den Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York gibt es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, weshalb das Robert-Koch-Institut diese als Risikogebiete eingestuft hat. Von nicht erforderlichen Reisen in die Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York wird daher abgeraten.

Italien (24.03.2020)

Hinweise des Auswärtigen Amtes:
“Aufgrund der aktuellen Krankheitswelle mit dem COVID-19 gilt eine Notfallverordnung. Italienische Flughäfen sind bis auf weiteres für Direktflüge von und nach China gesperrt. An Flughäfen und Häfen, aber auch im Überlandverkehr in Regionen mit festgestellten Infektionsfällen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt. Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind weiterhin in Betrieb, Zugverbindungen nach Österreich wurden allerdings eingestellt; der Transit durch Österreich ist per PKW und Bus zur Zeit nur ohne Zwischenstopp möglich.

Aufgrund der geringeren Nachfrage werden derzeit viele Flüge storniert. Grenzschließungen sind nicht beabsichtigt.

Seit 19. März und bis vorerst 3. April 2020 ist ein Dekret in Kraft getreten, das den Betrieb italienischer Passagier-/Kreuzfahrtschiffe aussetzt und das Anlegen von unter ausländischer Flagge fahrenden Passagier-/ Kreuzfahrtschiffen in italienischen Häfen verbietet. Italienische Schiffe müssen ihre Passagiere im Hafen aussteigen lassen. Nichtitalienische Passagiere ohne Wohnsitz in Italien werden dann auf Kosten des Schiffsbetreibers an die jeweiligen ausländischen Zielorte transportiert.

Ab sofort bis zunächst 25. März 2020 gilt in Italien für aus dem Ausland einreisende Personen eine Anzeigepflicht und eine Pflicht zur 14-tägigen Selbstisolation.

Bei auftretenden COVid-19 Symptomen sind auch diese anzuzeigen. Ausnahmen von der Selbstisolation können aus beruflichen Gründen für die Dauer von 72 Stunden, ggf. verlängerbar um weitere 48 Stunden, geltend gemacht werden. Dazu ist eine entsprechende Bescheinigung vorzulegen. Ausnahmen gelten auch für Beschäftigte von Unternehmen mit Sitz in Italien. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des italienischen Gesundheitsministeriums.

In ganz Italien sollen nicht notwendige Fortbewegungen vermieden werden, mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontrollen ist landesweit zu rechnen. Schulen, Kindergärten und Universitäten in ganz Italien bleiben zunächst bis zum 3. April 2020 geschlossen. Kongresse und Tagungen sind ausgesetzt, ebenso kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten. Sportveranstaltungen sind ausgesetzt, viele Bars und Restaurants schließen. Lebensmittelgeschäfte, Supermärkte, Apotheken, Banken, Post und Behörden sind geöffnet; der Öffentliche Personenverkehr bleibt aufrechterhalten.

Das Dekret vom 9. März 2020 mit Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit für die gesamte Region Lombardei und die Provinzen Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia und Rimini in der Emilia-Romagna, Pesaro und Urbino in Marken, Padua, Treviso und Venedig in Venetien und Asti, Alessandria, Novara, Verbano-Cusio-Ossola und Vercelli im Piemont wurde mit Wirkung ab 10. März 2020 auf ganz Italien ausgeweitet, zunächst bis zum 3. April 2020. Ausnahmen von der Einschränkung der Bewegungsfreiheit bestehen für nachweisbare berufsbedingte Fahrten, im Fall von gesundheitlich bedingten Gründen oder in sonstigen Notsituationen. Die Rückkehr an einen Wohnort sowohl innerhalb als auch außerhalb wie die Ausreise dazu nach Deutschland ist weiterhin möglich. Mit Kontrollen und Nachfragen von Sicherheits- und Ordnungskräften muss gerechnet werden. Eine Selbsterklärung über die Notwendigkeit der Fahrt bei jeder Fortbewegung muss ausgefüllt und mitgeführt werden.

  • Von nicht erforderlichen Reisen nach Italien wird derzeit abgeraten.
  • Bei Aufenthalt in Italien beschränken Sie Reisen derzeit auf das Notwendige und führen Sie die Selbsterklärung über die Notwendigkeit mit.
  • Sollten Sie eine Reise geplant haben, erkundigen Sie sich bitte beim Reiseveranstalter bzw. bei der Fluggesellschaft, ob diese weiterhin durchgeführt werden kann.
  • Folgen Sie den Präventionsempfehlungen im Merkblatt COVID-19.
  • Erkundigen Sie sich ggf. bei der für Sie zuständigen italienischen Auslandsvertretung vor Reiseantritt sowie beim Ministero della Salute, das unter 1500 eine Hotline eingerichtet hat, die innerhalb Italiens wählbar ist. Die Region Lombardei bietet diese (nur lokal): 800 894545.
  • Befolgen Sie stets die Hinweise lokaler Behörden.
  • Beachten Sie die Informationen auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert Koch-Instituts RKI. sowie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen auch zur Wiedereinreise aus Risikogebieten unter COVID-19/Coronavirus." (Stand 16.03. - unverändert seit 14.03.)

China (16.03.2020)

Das Auswärtige Amt weist aktuell darauf hin:

Derzeit müssen alle China-Reisenden damit rechnen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nach Einreise bzw. nach einer innerchinesischen Reise zu einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet zu werden. Diese erfolgt zuhause oder in einem Hotel, auf besondere Anordnung auch in einem Quarantänezentrum. Die Entscheidungen über diese Maßnahmen werden von unterschiedlichen Behörden auf verschiedenen Ebenen getroffen und können sich auch innerhalb einer Stadt unterscheiden. Kontaktieren Sie daher vor Einreise Ihre Hausverwaltung bzw. Ihr Hotel sowie sonstige Kontaktpersonen wie Arbeitgeber oder Universität und erfragen Sie die dort für Sie geltenden Bestimmungen. Während der Quarantänezeit werden Sie keine Möglichkeit haben, wieder aus China auszureisen.

Einreisende aus Risikogebieten werden zur Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Hierzu zählen Iran, Italien, Japan und Südkorea. Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA und möglicherweise auch aus anderen Staaten werden oftmals ebenfalls einer 14-tägigen Quarantäne unterworfen, insbesondere bei Einreise nach Shanghai. Für Peking gilt ab 16. März 2020 eine 14-tägige Quarantänepflicht grundsätzlich in einer zentralen Einrichtung für Einreisende aus allen Ländern, also auch für Reisende aus Deutschland.

Bei Ankunft internationaler Flüge werden noch an Bord und nach Verlassen des Flugzeugs intensive Gesundheitskontrollen durchgeführt. Hierdurch kommt es zu erheblichen Wartezeiten. Abhängig vom Ergebnis der Gesundheitskontrollen können verschiedene Quarantänemaßnahmen angeordnet werden. Bei einem Coronavirus-Verdachtsfall auf dem Einreiseflug, müssen Sie damit rechnen, direkt nach der Einreise oder im Nachhinein verpflichtend für 14 Tage in einem Quarantänezentrum untergebracht zu werden.

Am Flughafen Shanghai ist nach Anordnung einer Quarantänemaßnahme ein privater Transfer vom Flughafen nur noch nach vorheriger Registrierung möglich. Im Übrigen erfolgt der Transport in die einzelnen Bezirke mit Shuttlebussen, die von der Stadt Shanghai zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt auch bei geplanter Weiterreise in eine andere Provinz.

Grundsätzlich gilt, dass die Situation weiterhin dynamisch ist und die Vorgaben der örtlichen Behörden sich ohne Ankündigung ändern können. Die Botschaft und die Generalkonsulate haben auf die gemäß nationalen Infektionsschutzbestimmungen beschlossenen Quarantänemaßnahmen keinen Einfluss.

Die chinesischen Behörden haben seit dem 23. Januar 2020 für Wuhan und andere Städte der Provinz Hubei Reisebeschränkungen erlassen. Eine Ausreise mit Zug, Flug, Bus, Fähre oder Auto ist dort weiterhin nicht möglich. Auch andere Provinzen Chinas haben Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit unterschiedlichen Ausmaßes verhängt. Bei Ein- und Ausreise wie auch bei Überlandreisen im Land sind Fieberkontrollen möglich; bei Symptomen ist mit Quarantänemaßnahmen zu rechnen.

Nachbarländer, darunter Russland, haben Grenzübergänge vorübergehend geschlossen, viele Fluggesellschaften haben den Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt oder eingestellt.

Durch die enorme Beanspruchung des Gesundheitssystems kann es zu Einschränkungen bei der allgemeinmedizinischen Versorgung kommen.

Aufenthalte in China wirken sich auf Einreisemöglichkeiten in zahlreiche andere Länder aus.

  • Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt.
  • Von nicht notwendigen Reisen in das übrige Staatsgebiet der Volksrepublik China mit Ausnahme der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao wird bis auf weiteres abgeraten.
  • Sollten Sie sich in China aufhalten, erwägen Sie in Anbetracht der zunehmenden Einschränkungen Ihre vorübergehende bzw. vorzeitige Ausreise.
  • Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste
  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 bzw. unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.
  • Halten Sie zu möglichen Änderungen im Flugplan engen Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter bzw. Ihrer Fluggesellschaft.
  • Halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte.
  • Lassen Sie sich vor Reisen mit dem aktuellen Nordhalbkugelimpfstoff gegen Influenza impfen. Eine Influenza-Impfung kann zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle beitragen.
  • Beachten Sie bei beabsichtigten Reisen in andere Staaten im Anschluss an Aufenthalte in China die aktuellen Einreisebestimmungen der jeweiligen Zielländer.

Südkorea (05.03.2020)

Am 23. Februar 2020 wurde die höchste Alarmstufe wegen des neuartigen Coronavirus SARS-CoV2 ausgerufen. Behörden wurden angewiesen, Maßnahmen zu treffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dazu gehören eventuelle Reisebeschränkungen, Schulschließungen und das Verbot öffentlicher Veranstaltungen. Besonders betroffen sind Daegu und Cheongdo in der östlichen Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang), die zu einer Sonderzone erklärt wurde, so dass besondere Verhaltensmaßnahmen wie z.B. Versammlungsverbote gelten.

  • Von Reisen in die Provinz Gyeongsangbuk-do und in die Stadt Daegu wird derzeit abgeraten.
  • Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus
  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts.
  • Verfolgen Sie aufgrund der Dynamik der Ausbreitung des Coronavirus in Südkorea Nachrichten und Agenturmeldungen aufmerksam.
  • Erkundigen Sie sich ggf. bei der für Sie zuständigen südkoreanischen Auslandsvertretung vor Reiseantritt.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Behörden.

Iran (05.03.2020)

In Iran sind zahlreiche Fälle der von China ausgehenden Atemwegserkrankung COVID-19 festgestellt worden. Besonders betroffen sind die Provinzen Teheran und Ghom, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft wurden. Auch weitere Provinzen verzeichnen steigende Fallzahlen. Gesundheitsinformationen in englischer Sprache gibt es unter der Hotline +98 992 158 2247.

Bei Einreise finden Kontrollen zur gesundheitlichen Überprüfung aller einreisenden Passagiere statt. Kontrollen werden auch in Land bei Ein- und Ausreise in die Provinz Ghom Kontrollen durchgeführt und bei Infektionsverdacht Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Bei Ausreise finden Temperaturmessungen statt; es muss ein Formular zur Bestätigung der Symptomfreiheit ausgefüllt werden, es kommt zu Verzögerungen am Flughafen.

Nach Informationen des iranischen Außenministeriums können Ausländer, die aufgrund des Corona-Ausbruchs das Land nicht wie vorgesehen rechtzeitig verlassen konnten, aktuell auch mit abgelaufenem Visum ausreisen. Ein gesondertes Exitvisum ist nicht erforderlich.

  • Von Reisen nach Iran wird derzeit abgeraten.
  • Erwägen Sie die vorzeitige bzw. vorübergehende Ausreise, auch wenn es aufgrund sehr eingeschränkter Flugverbindungen derzeit Wartezeiten für verfügbare Plätze gibt.
  • Prüfen Sie Änderungen im Flugplan im Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft.
  • Seien Sie für Abreisen bereits etwa fünf Stunden vor Abflug am Flughafen.
  • Seien Sie bei Aufenthalten in Iran derzeit besonders vorsichtig.
  • Beobachten Sie die Lage aufmerksam und kontaktieren Sie ggf. die zuständige iranische Auslandsvertretung vor Reiseantritt zu den aktuellen Einreisebestimmungen.
  • Informieren Sie sich vor Antritt der Ausreise aus Iran bei den zuständigen Behörden Ihres Ziellandes, ob die Einreise aus dem Iran möglich ist.
  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 bzw. unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Hinweise für Rückkehrer aus Risikogebieten und Kontaktpersonen von Infizierten (26.03.2020)

Innerhalb Deutschlands empfehlen Gesundheitsbehörden Personen, die Sorge haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt zu haben oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zur Übertragung gekommen ist, folgendes Vorgehen:

Wenden Sie sich telefonisch an:

  • Ihren Hausarzt/ihre Hausärztin
  • das zuständige Gesundheitsamt
  • den kassenärztlichen Notdienst unter 116 117
  • regionale Informationshotlines oder
  • die nächstgelegene Notaufnahme (NUR in Fällen schwerer Erkrankung),

um den Weg zur Abklärung zu besprechen.

Siehe hierzu auch:

Internationale Messen und Großveranstaltungen (24.02.2020)

Weltweit wurden bereits mehr als 300 Messen abgesagt oder verschoben. Eine aktuelle Übersicht findet sich hier.

Weltweit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass größere Veranstaltungen wie Festivals, Sport-Events und Messen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Allgemeine Informationen

Das Coronavirus gehört zur Ordnung Nidovirales, deren Vertreter bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen können.

Coronaviren sind genetisch hochvariabel und können durch sogenannte Artübertritte auch bei Menschen schwere Infektionen hervorrufen. Beispielhaft sind hier die SARS-Pandemie 2002/2003 sowie die MERS-Epidemie im Jahre 2012 zu benennen.

Die seit dem Jahreswechsel 2019/2020 von der chinesischen Stadt Wuhan ausgehende Coronavirus-Epidemie wird auf das bis dahin unbekannte Coronavirus 2019-nCoV zurückgeführt, welches beim Menschen leichte Infektionen der Atemwege bis schwere akute Atemwegssyndrome verursachen kann.

Am 11. Februar 2020 gab die WHO bekannt, dass die offizielle Bezeichnung für den zuvor "2019-CoV" genannten Erreger zukünftig "SARS-CoV-2" ist. Das durch den Erreger ausgelöste Krankheitsbild wird zukünftig als "COVID-19" (Coronavirus Disease-19) bezeichnet.

Symptome für eine mögliche Ansteckung können sein:

  • Husten
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen und körperliche Schwäche /Abgeschlagenheit
  • Häufig auftretendes Begleitsymptom ist Durchfall.

Die Inkubationszeit liegt nach bisherigem Kenntnisstand im Mittel (Median) bei 5–6 Tagen (Range: 1-14 Tage). Eine Ansteckungsgefahr kann von Infizierten jedoch bereits vor Ausbruch der Erkrankung ausgehen. Nach derzeitiger Einschätzung infiziert sich ein beträchtlicher Teil (44%) der Betroffenen über infizierte Personen, die zum Zeitpunkt der Ansteckung noch symptomfrei waren. Mindestens 2-3 Tage vor Ausbruch erster Beschwerden können Infizierte bereits Kontaktpersonen anstecken. Diese Erkenntnis unterstreicht die generelle Bedeutung des "Social Distancing". Die Ausbreitung von COVID-19 lässt sich am besten eindämmen, indem soweit wie möglich auf soziale Kontakte verzichtet wird, unabhängig davon, ob potenzielle Kontaktpersonen Infektsymptome zeigen oder (vermeintlich) gesund sind.

Ansteckungsrisiko

Eine Eigenschaft derjenigen Coronaviren, die - wie die Erreger von SARS und MERS - der Gattung der Betacoronaviren angehören, ist deren vergleichsweise geringe Infektiosität. Jedoch scheint 2019-nCoV ansteckender zu sein als andere Erreger dieser Gattung.

Zur Ansteckung kann es kommen, wenn erregerhaltige Tröpfchen oder Speichel direkt (oder indirekt über die eigenen Hände) in Kontakt mit der Nasen-, Rachen- Mund- oder Augenschleimhaut kommen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann auch eine Übertragung über die Verdauungswege nicht ausgeschlossen werden. Die Ansteckung bei Begegnungen mit Infizierten findet am ehesten bei engen und längeren Kontakten (15 Minuten bei einer Distanz von weniger als 180 cm) statt. Einem erhöhten Ansteckungsrisiko unterliegt auch medizinisches Personal, insbesondere auf Intensivstationen (künstl. Beatmung von Patienten). Je nach Expositionsgrad können Gesichtsmasken der Klassen FFP1 bis FFP3 das Ansteckungsrisiko bei Personenkontakten verringern. Zudem ist beim Auftreten von Infektsymptomen das Tragen selbst einfachster Gesichtsmasken seitens des Infizierten geeignet, das Ansteckungsrisiko für Dritte deutlich zu senken.

Dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, gewinnt - wie bei dem aktuellen Ausbruch - der Übertragungsweg von Mensch-zu-Mensch an Bedeutung und wird schnell zum Hauptübertragungsmodus. Letztlich lassen sich Coronavirus-Ausbrüche durch intensive Kontrollmaßnahmen der Gesundheitsbehörden in der Regel zumindest regional eindämmen.

Selfcare-Maßnahmen – Was tun, um eine Ansteckung zu verhindern?

Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sollte man folgende Verhaltensregeln beachten:

  • Vermeiden Sie große Menschenansammlungen und Märkte.
  • Vermeiden Sie die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Tragen Sie außerhalb Ihrer Wohnung / Ihres Hotels eine Gesichtsmaske mind. der Schutzklasse FFP 2.
  • Achten Sie penibel auf Ihre Händehygiene und benutzen Sie regelmäßig ein geeignetes Händedesinfektionsmittel.
  • Vermeiden Sie den Kontakt zu erkrankten Personen und Kollegen/Kolleginnen und vor allem zu freilaufenden Tieren.
  • Vor Ort lebende und arbeitende Expatriates sollten, wenn möglich, so viel wie möglich vom Home Office aus arbeiten.

Durch den sprunghaft angestiegenen Bedarf sind mancherorts geeignete Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel knapp geworden und in einigen Regionen für den Normalverbraucher bereits nicht mehr oder nur noch zu horrenden Preisen erhältlich.

Die MD Medicus Assistance Service GmbH versorgt auf Wunsch die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen Ihrer Firmenkunden mit Gesichtsmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln aus Deutschland. Sollten Sie hierzu weitere Informationen benötigen, senden Sie eine Anfrage per E-Mail an assistance@md-medicus.net.

Test und Meldewesen

Es steht ein PCR-Test auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zur Verfügung. Nachdem die Probe in einem geeigneten Labor angekommen ist, dauert es im Idealfall weniger als zwei Stunden, bis das Ergebnis vorliegt. Getestet wird jedoch nicht jeder Patient mit Atemwegssymptomen oder radiologischem Hinweis auf eine Infektion der unteren Atemwege, es müssen im Allgemeinen bestimmte zusätzliche Kriterien erfüllt sein, insbesondere:

  • Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus (bei klinischen oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie)
  • Kontakt zu nachweislich Erkrankten, unabhängig vom Schweregrad der Symptome, bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn, oder
  • der konsultierte Arzt hält die Durchführung des Tests für medizinisch geboten und ordnet sie an.

Hinweis des BZgA: Soll bei einer Atemwegserkrankung ein Test veranlasst werden, auch wenn es nur leichte Krankheitszeichen sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde,
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist,
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.),
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege).

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen. (BZgA, Stand 25.03.)

Am 01. Februar 2020 hat das Bundesgesundheitsministerium eine Eilverordnung zur Meldepflicht für das neue Coronavirus erlassen. Danach müssen Ärzte alle Verdachts , Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt melden. Verdachtsfälle müssen abgeklärt werden. Ebenfalls seit dem 01. Februar 2020 gilt eine Vereinbarung, die die KBV und der GKV-Spitzenverband zur labordiagnostischen Abklärung getroffen haben.

Danach übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bei begründeten Verdachtsfällen die Kosten für den Test auf das neuartige Coronavirus.

Hinweis: In China mehrten sich Berichte über Coronavirus-Schnelltests (nCoV-PCR-Tests), die den Erreger bei symptomatisch Infizierten nicht oder erst zeitlich verzögert nachweisen. Stichproben zeigten mutmaßlich falsch negative Ergebnisse bei 50-70% der untersuchten Infizierten. Vor allem die Testung von Rachenabstrichen sei anfällig für falsch negative Befunde. (ProMED 09.02.) Bei den in Deutschland verwendeten Tests ist diese Problematik - gemäß aktuellem Informationsstand - nicht aufgetreten.

Siehe hierzu auch RKI: COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Orientierungshilfe für Ärzte (Stand: 5.3.2020)

Weltkarte mit aktuellen Fallzahlen

 

 

Was tun bei Verdacht auf eine Ansteckung?

Die chinesischen Behörden haben für alle Corona-Verdachtsfälle einen strikt einzuhaltenden Ablaufplan implementiert. Patienten mit den oben genannten Symptomen müssen sich zeitnah in einer für den jeweiligen Aufenthaltsort ausgewiesenen Fieberklinik vorstellen.

Die Fieberkliniken sind verantwortlich für die korrekte Erfassung aller Verdachtsfälle, führen alle erforderlichen Untersuchungen durch und entscheiden, ob es sich um eine bestätigte Corona-Infektion handelt oder nicht.

Die bei Touristen und Expatriates bevorzugten privaten, international ausgerichteten Krankenhäuser in China sind i. d. R. nicht Bestandteil dieses Notfallplanes und dürfen derzeit keine Patienten mit Fieber behandeln!

 

7 Hier finden Sie eine Liste der Fieberkliniken:

 

Fieberkliniken in Wuhan

Fieberkliniken in Shanghai (Main)

Fieberkliniken in Beijing (Main)

Fieberkliniken in Suzhou

Fieberkliniken in Guang Dong

Fieberkliniken in HangZhou

 

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Aufnahme des Virus und dem Ausbruch einer möglichen Erkrankung, liegt bei Corona zwischen einem und 12 Tagen. Patienten, die sich bereits wieder in Deutschland befinden, sich aber innerhalb der vergangenen zwei Wochen in Asien aufgehalten hatten, sollten sich bei Auftreten der o. g. Symptome unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben und hierbei zwingend auf den vergangenen Aufenthalt in Asien aufmerksam machen!

Evakuierung/Repatriierung von Patienten aus China (allgemein – unabhängig von Corona)

Ein Flug, auch ein Ambulanzflug, in die aktuell unter Quarantäne gestellten Gebiete, wie z. B. die Stadt Wuhan sowie die gesamte Region Hubei, ist derzeit offiziell nicht möglich und wenn überhaupt im Einzelfall nur mit einer zu beantragenden Sondergenehmigung durchführbar. Kurzfristige Evakuierungsflüge sind aus diesem Grund aus diesen Regionen derzeit nicht darstellbar.

 

Alle nicht unter Quarantäne gestellten Regionen können durch die von MD Medicus organisierten und bereitgestellten Ambulanzflugzeuge problemlos angeflogen werden, sofern der zu transportierende Patient oder die zu transportierende Patientin nicht unter unklarem Fieber oder einer bestätigten Corona-Infektion leidet.

 

Evakuierung/Repatriierung von Patienten mit bestätigter Coronavirus-Infektion oder Verdacht darauf

Bei unklarem Fieber oder einer bestätigten Corona-Infektion ist eine Evakuierung bzw. Repatriierung nur unter bestimmten Voraussetzungen und nach Rücksprache mit den zuständigen Seuchenschutzbehörden im Empfängerland und insbesondere nur mit für den Transport von hochinfektiösen Patienten geeigneten, besonders ausgestatteten Flugzeugen möglich.

 

Die MD Medicus Assistance Service GmbH ist rund um die Uhr in der Lage, alles für eine zeitnahe Evakuierung von Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion oder mit bestätigter Corona-Infektion in die Wege zu leiten. Die hierfür erforderlichen Spezialflugzeuge gehören seit Jahren zum weltweiten Netzwerk von MD Medicus.

 

Risikoeinschätzung

Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für China, speziell die Region Hubei, herausgegeben. Auch nach Einschätzung der MD Medicus Reisemediziner sollte von Reisen, auch Dienstreisen, in die Region Hubei bis auf Weiteres vollständig Abstand genommen werden. Bei aufschiebbaren Reisen/Dienstreisen, auch ins restliche China, sollte in Erwägung gezogen werden, auf diese aktuell ebenfalls zu verzichten. Viele Reiseveranstalter und Airlines bieten kostenlose Stornierungen und Umbuchungen von bereits gebuchten China-Reisen an.

 

Im Hinblick dessen, dass davon ausgegangen werden muss, dass bei weiter steigenden Fallzahlen der aktuelle Evakuierungsradius durch die chinesischen Behörden auch spontan erweitert wird, sollte bei allen nicht aufschiebbaren Reisen nach China ausreichend Abstand zur aktuellen Evakuierungszone eingehalten werden, um zu vermeiden, dass die Reisenden ggf. über Nacht festgesetzt werden und das Land bis auf Weiteres nicht mehr verlassen dürfen.

 

MD Medicus versendet an Unternehmen mit Geschäftsreisenden und/oder Expatriates reisemedizinische Warnmeldungen. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne ein Angebot!

Kontakt:

Firmenkunden/Versicherungen die unseren Newsletter abonniert haben und über eine Kundennummer verfügen stehen unsere ärztlichen reise- und tropenmedizinischen Experten für individuelle Fragen jederzeit zur Verfügung. Das von MD Medicus betreute reisemedizinische Zentrum am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin ist rund um die Uhr erreichbar.

 

Chronik

Quarantäne-Maßnahmen bei China-Reisen werden strenger (19.02.2020)

China verschärft zur Zeit regelmäßig die Quarantänebestimmungen, u.a. gilt für Peking eine 14-tägige Quarantänezeit. Reisende, die aus Deutschland über einen internationalen Flug in Peking eintreffen und sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in China aufgehalten haben, fallen nicht unter die 14-tägige Quarantäne und können sich in Peking ohne räumliche Beschränkung aufhalten. Erfolgt die Einreise nach Peking aus einem anderen Gebiet Chinas, ist die 14-tägige Quarantänefrist einzuhalten. Diese kann zuhause oder in einem Hotel erfolgen.

 

Reiseeinschränkungen nach Aufenthalten in China (18.02.2020)

Unabhängig vom genauen Ort des Aufenthalts in China haben zahlreiche Länder ihr Einreisebestimmungen für Ankömmlinge aus China oder sogar aus Grenzländern massiv verschärft. Es kann zu langer Zwangsquarantäne oder dem komplette Einreiseverbot kommen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrem Auswärtigen Amt, Ihrer Botschaft im Zielland oder der Botschaft des Ziellandes bei Ihnen.

 

Fallzahlen in Italien sprunghaft angestiegen (15.02.2020)

In Italien haben sich mittlerweile mehr als 655 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Anzahl der Toten ist auf 17 gestiegen. Damit hat sich Italien zum größten Infektionsherd in Europa entwickelt. Besonders betroffen ist die norditalienische Region Lombardei, es wurden aber auch Fälle in den Regionen Venetien, Emilia Romagna, Piemont, Friaul-Julisch-Venetien und der autonomen Provinz Trient gemeldet.

Aufgrund des starken Anstiegs hat die italienische Regierung eine Notfallverordnung verabschiedet. Dutzende Orte sind unter Quarantäne gestellt worden, das öffentliche Leben liegt weitgehend lahm. Geschäfte, Betriebe, Bildungseinrichtungen und Museen werden die nächsten Tage geschlossen bleiben, auch einige Feierlichkeiten und Sportereignisse sind bereits abgesagt worden. Italienische Flughäfen sind bis auf weiteres für Direktflüge aus China gesperrt. An Flughäfen und Häfen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt. Eine Ausweitung der Kontrollen ist jederzeit möglich. Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind derzeit noch regulär in Betrieb.

 

Fallzahlen in Südkorea sprunghaft angestiegen (14.02.2020)

Mit einem Anstieg von 52 auf 156 Infizierten ist Südkorea mittlerweile der am stärksten von der Epidemie betroffene Staat außerhalb Chinas. Allein 41 dieser neuen Ansteckungen entfallen auf die 2,5-Millionenstadt Daegu und ihre Umgebung. In der Stadt hatte es auch den ersten Toten durch die aus dem Virus entstehende Lungenkrankheit (Covid 19) gegeben. Seoul hat die Stadt nun zur "Sondermanagement-Zone" erklärt.

 

Fallzahlen in China sprunghaft angestiegen (13.02.2020)

In China sind auf den 13. Februar 2020 die Fallzahlen infizierter Menschen massiv um fast 15.000 auf nun insgesamt rund 50.000 in der Metropolregion Wuhan und rund 60.000 insgesamt in Festlandchina angestiegen. Dies entspricht zum einen dem erwarteten Peak der Epidemie, und ist zum anderen Folge eines präzisierten Diagnoseverfahren der chinesischen Behörden und Mediziner.

Hinweis zum Schnelltest und Meldewesen (11.02.2020)

In China mehren sich Berichte über Coronavirus-Schnelltests (nCoV-PCR-Tests), die den Erreger bei symptomatisch Infizierten nicht oder erst zeitlich verzögert nachweisen. Stichproben zeigten mutmaßlich falsch negative Ergebnisse bei 50-70% der untersuchten Infizierten. Vor allem die Testung von Rachenabstrichen sei anfällig für falsch negative Befunde. (ProMED 09.02.20)

Verstärkte Einreisekontrollen (11.02.2020)

Generell muss zur Zeit in allen Ländern mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender insbesondere aus China und importierten einzelnen Krankheitsfällen gerechnet werden.

Therapie und Impfstoffentwicklung (06.02.2020)

Eine etablierte Behandlung oder ein Impfstoff stehen bislang noch nicht zur Verfügung, jedoch wird derzeit intensiv an einem Impfstoff gearbeitet. Milde Erkrankungsverläufe erfordern wahrscheinlich keiner gezielte Therapie, während bei schweren Krankheitsverläufen ggf. eine intensivmedizische Behandlung erforderlich ist, mit dem Ziel, die Vitalfunktionen des Patienten stabil zu halten, solange bis sein Immunsystem den Erreger erfolgreich eingedämmt hat. Bei schweren klinischen Verläufen kommen antivirale Substanzen zum Einsatz. In Thailand seien erste Erfolge bei Heilversuchen mit einer Kombination von Anti-HIV- und Anti-Influenza-Wirkstoffen erzielt worden. Verwendet wurden die Wirkstoffe Lopinavir, Ritonavir und Oseltamivir. Die Wirksamkeit von Medikamenten lässt sich allerdings im Rahmen von Heilversuchen - besonders im Falle von Infektionen mit hoher Spontanheilungsrate - kaum einschätzen.

 

Der nächste Schritt auf dem Weg zu einer international anerkannten Therapie besteht daher in der Durchführung randomisierter, plazebokontrollierter Studien. Wirkstoffe, die aufgrund ihrer ausgeprägten Wirksamkeit unter Laborbedingungen (in vitro Aktivität) besonders gute Kandidaten für kontrollierte klinische Studien zu sein scheinen, sind unter anderem das Virostatikum Remdesivir sowie das Chloroquin, welches vor allem als klassischer Antimalariawirkstoff bekannt ist. Zum jetzigen Zeitpunkt kann die klinische Effektivität dieser Therapieansätze jedoch noch nicht beurteilt werden.

 

Aktuellere Statistiken legen eine Sterblichkeitsrate von rund zwei Prozent nahe. Jedoch liegt die Sterblichkeit in Wuhan etwa doppelt so hoch wie im restlichen China.

Aufgrund der zu erwartenden Dunkelziffer milder unentdeckter Erkrankungen könnte die tatsächliche Letalität jedoch auch deutlich niedriger liegen. Die Rate der Patienten mit schweren Infektsymptomen könnte bei rund 25 Prozent der Infizierten liegen.

 

MD Medicus versendet an Unternehmen mit Geschäftsreisenden und/oder Expatriates reisemedizinische Warnmeldungen. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne ein Angebot!

 

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