Hepatitis B: gehäuftes Vorkommen in der Westpazifik-Region

Im Vergleich zu westlichen Industrieländern findet sich in Vietnam eine starke Verbreitung des Hepatitis B-Virus (HBV). Etwa 10-20% der Bevölkerung sind chronisch infiziert. Daraus resultiert ein erhöhtes Vorkommen von Leberzellkrebs, welcher in der Westpazifik Region die dritthäufigste Krebserkrankung darstellt (global die sechst häufigste).

Die Weltgesundheitsorganisation nannte neben Vietnam noch folgende weitere Länder der Westpazifik-Region, in denen eine hohe Belastung der Bevölkerung mit dem Erreger besteht: Kambodscha, Laos, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomonen, Samoa, Kiribati und Vanuatu. Die chronischen Infektionsraten innerhalb der Bevölkerungen liegen bei acht Prozent und mehr. HBV wird durch Kontakt mit Blut und sonstigen Körperflüssigkeiten übertragen. Auch indirekte Übertragungen durch mehrfach verwendete Spritzen, Kanülen etc. sind möglich. Insgesamt ist der Erreger - unter der Voraussetzung entsprechender Kontakte - recht infektiös. Eine Impfung gegen HBV ist möglich und wird vor allem bei längeren Aufenthalten in Endemiegebieten empfohlen sowie auch für Angehörige von Risikogruppen. (WHO, Vietnam News)

 

 

Bildquelle: Werner Schönherr

 

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